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Vom Sexismus zur sexualisierten Gewalt
24.02.2012 – 26.02.2012
Sexualisierte Gewalt ist derzeit ein viel diskutiertes Thema in Medien, Politik und Alltag. Vor allem die Jugendverbände sind aufgeschreckt und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist man schockiert und verunsichert, über die in jüngster Vergangenheit liegende Ereignisse, zum anderen sieht man hilflos den dramatischen Veränderungen in der Jugendverbandsarbeit entgegen. Plötzlich ist die Rede vom erweiterten Führungszeugnis für haupt- und ehrenamtlich Engagierte. Was das für die Jugendverbandsarbeit bedeutet, ist noch nicht absehbar. Ein Rückgang an ehrenamtlichen Engagement wird befürchtet. Vermutlich zu Recht. Wie soll der Verwaltungsaufwand bewerkstelligt und gleichzeitig der Datenschutz gewährleistet werden? Wie schafft man es sich formal abzusichern und dennoch niemanden unter Generalverdacht zu stellen?
Diese und ähnliche Fragen hört man derzeit fast überall wo AkteurInnen aus der Jugendverbandsarbeit zusammentreffen. Bei all der berechtigten und verständlichen Sorge, gerät dabei zunehmend ein wesentlicher Aspekt aus dem Fokus; nämlich die sexualisierte Gewalt an sich sowie tatsächlich wirksame Mittel, die ihr entgegengesetzt werden können.
Machen wir uns nichts vor, die vorgelegten Gesetzesentwürfe werden nicht zu einer Abnahme von sexualierter Gewalt führen. Und die geforderten Führungszeugnisse werden auch nicht nicht zur Entlarvung von potentiellen Tätern führen. Das alles dient lediglich der Beruhigung und der formalen Absicherung. Dem „Wir-haben-ja-alles-getan-und-dennoch....“.
Wer wirklich etwas tun will, muss ein anderes heißes Eisen anfassen und sich mit einem viel grundsätzlicheren und unangenehmeren Thema auseinandersetzen, dem Sexismus. Sexualisierte Gewalt geschieht nicht in einem luftleeren Raum, sie wird nicht ausgeübt von Perversen, Pädophilen und Kranken. Sexualisierte Gewalt ist vielmehr, eine logische Konsequenz von allgegenwärtig tolerierten sexistischen Strukturen, Wer über sexualisierte Gewalt sprechen will, muss über Sexismus sprechen.
Im Rahmen des Seminares „Vom Sexismus zur sexualisierten Gewalt“ wird es sowohl um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Sexismusbegriff gehen, als auch um die Vermittlung von rechtlichen Aspekten und pädagogischen Herangehensweisen sowie um eine Erarbeitung von eigenen wirkungsmächtigen Richtlinien.
Reiseinfos
Datum: 24.02.2012 17:00 bis 26.02.2012 17:00Reiseziel: Hannover
Unterbringung: Naturfreundehaus Hannover
Anreise: Selbstanreise
Alter von: 16
Preis: 55 Euro
Ermäßigung: 35 für Mitglieder der NFJD
TeilnehmerInnen mindestens: min. 10
Anmeldung bis: 10.02.2012
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25.05.2012 – 28.05.2012
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